notNeutral – Die Tassen mit dem komischen Henkel

notNeutral

Gefühlt gibt es in der Welt der Tassen nicht viele Player. Das eine sind die Tassen von Acme & Co aus Neuseeland, das andere notNeutral aus den USA und Ancap aus Italien. Nein, hinter Acme steckt nicht der Road Runner …

Alle drei brands sagen meinem Gusto echt zu – genau wie es bei Audi, BMW und Mercedes ist.

Nun, ich habe bei mir eine Ladung notNeutral Tassen aus der Serie LINO stehen. Der Grund? Da bin ich ganz ehrlich: Es war das beste Angebot. Daher müssen die Becher aus Südeuropa oder vom anderen Ende der Welt noch warten.

Was ist so cool an den notNeutral Tassen?

Das notNeutral Team ist ein Ableger eines bekannten Architekturbüros in L.A . Zusammen mit den Baristi von Intelligentsia haben sie intensiv an den Tassen entwickelt, und zahlreiche 3D Prints später ist die LINO Serie dabei herausgekommen.

Das ursprüngliche Ziel von Intelligentsia war es, eine eigene Tasse zu haben.

so Julie Smith-Clementi, CEO von notNeutral, und Leiterin des Rios Clementi Hale Architekturbüros gegenüber Sprudge.

notNeutral Intelligentsia
Cappuccino in einer notNeutral LINO / Intelligentsia, Chicago

Was ich an den notNeutral Tassen so spitze finde ist zum einen die innere Konstruktion. Die Rundung im Boden hilft (angeblich) durch einen optimalen Fluss beim eingießen von Latte-Art. Die Dicke der Tassen speichert Wärme – aber das ist mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Acme und Ancap sind da mindestens gleichwertig.

Aber das optische Highlight schlechthin ist für mich der Henkel. Er sitzt nicht an der Tasse, sondern ist irgendwie ein Teil der ganzen Tasse. Der sehr breit und dick anfangende Henkel kommt sozusagen aus der Oberseite der Tasse heraus.
Das gibt es so nirgends, und ich find’s einfach cool. Wobei man ehrlicherweise sagen muss: Ist die Tasse sehr voll, d.h. mit leichtem Milch-Hügel, kann es passieren dass genau an der Übergangsstelle der Milchschaum überläuft. Das ist der einzige Kritikpunkt.

Die Farbpalette aus schwarz, weiss und grau ist hier tatsächlich nicht so ausgeprägt, was mich aber bei diesen Tassen nicht stört. In bunt würden sie mir nicht gefallen, das passt einfach besser zum klassischen Style von z.B. den Neuseeländischen Tassen.
Das halb matt schwarze ist einfach ein Traum, denn Mattschwarz ist für mich der König der Oberflächen.

espresso bei viggo’s in antwerpen
Espresso in einer notNeutral LINO Tasse / Viggo’s, Antwerpen

Modellpalette

Es gibt die Tassen in den Größen 3, 5, 6, 8 und 12 oz. Das entspricht ca. 90, 150, 180, 240 und 360 ml.

Ich habe nicht die gesamte Palette hier, ich habe die 5oz Variante ausgelassen. Flat White mache ich lieber in den hipster-IKEA Gläsern, und für Cappuccino bevorzuge ich einfach 180ml. Die riesen Variante habe ich für Latte Art Spielereien dabei. Das habe ich mit ehrlicherweise von den Asiaten bei Instagram abgeschaut, die gefühlt kleine Swimmingpools zum eingießen nehmen. Getrunken ersetzt so ein Teil mit 3.8% Milch sicherlich fast eine ganze Mahlzeit.

Daneben gibt es noch den klassischen Kaffeepott, der mit 10oz (ca. 300ml) daher kommt. Den habe ich in der Department of Brewology Variante gesichert: Death before decaf!

Und nu?

Nun habe ich auf der Maschine nur noch notNeutral Tassen stehen. Auf der ganzen Maschine? Nein, ein kleiner Teil wird noch von einer Tasse von Coffee Circle* eingenommen – Der Bart da drauf ist einfach unschlagbar. Alles andere ist ins Regal gewandert, bzw ein Teil auch wieder ganz zurück in den Schrank. Die Tassen sind einfach cool, und solange wie nichts von Acme & Co dazu kommt, werden sie wohl auch der Platzhirsch bleiben.

Cappuccino in notNeutral LINO Tassen / Viggo’s, Antwerpen

Wo kann man die Tassen bekommen?

Ich habe sie direkt aus L.A. bekommen. In Europa werden sie unter anderem von coffee experience angeboten, oder man kann sie aus Großbritannien von coffeehit beziehen.

*Affiliate Link

Kommentar verfassen