Welche Espressomaschine ist die richtige für mich?

Ey Sinan, wir wollen uns eine Espressomaschine kaufen. Schon was gutes, also so 150-300€ würden wir schon ausgeben. Hast du ’ne Empfehlung?

Jeder, immer

Hm … wow. Okay, Empfehlungen die ich ruhigen Gewissens geben kann gehen von 500-13.000€. Dann überlegen wir mal. Und dazu fangen wir ganz vorne an.

Was ist eigentlich eine Espressomaschine?

Frage ich das hier jetzt ernsthaft? Ja, tue ich! An sich ist es beides: Definitionssache, aber auch nicht.
Rein faktisch ist eine Espressomaschine eine Maschine, die Wasser mit Druck durch Kaffee presst. Das Ziel ist es, dadurch die gewünschten Bestandteile aus dem gemahlenen Kaffee herauszuspülen (zu extrahieren) und so einen Espresso zu zubereiten.

Wie man das am besten macht, habe ich in dem Artikel über „Espressomaschine einstellen“ schon mal beschrieben

Was man alles mit diesem Espresso anstellt, ist dann erst der nächste Schritt.

Was hingegen jeder für sich beantworten muss ist die Frage nach der Qualität. Nicht nur die der Espressomaschine, sondern auch die des Getränks was am Ende in der Tasse landet.

Hier kommen die Faktoren Technik, Physik, Lebensmittelchemie, Zauberei und Alchemie ins Spiel. So oder ähnlich.

Es gibt Espressomaschinen (für den Hausgebrauch) für um die 50€, aber auch 13.000€. Ja, ihr habt richtig gelesen. 13.000€. Für den Hausgebrauch.

Espressomaschinen in verschiedenen Preisklassen
Espressomaschinen für den Hausgebraucht von 59 € (links) bis 12.000€ (rechts).

Die beiden in meinen Augen höchstpreisigen Espressomaschinen die vom jeweiligen Hersteller in die home-Linie gepresst werden ist die GS3 von La Marzocco (sie nennen die Linie liebevoll „LaMarzocco home“.) und die eingruppige Slayer.

Man nennt es dann glaube ich Luxus. Wobei auch Maschinen für nur um 1.000€ für mich schon Luxus sind. Und ja, ich bin ehrlich, ich fänd’ es wahnsinnig toll, irgendwann einmal eine solche eingruppige Slayer Espressomaschine mein Eigen zu nennen. Dafür würde es bei mir aber wahrscheinlich andere Dinge niemals geben. Wie gesagt. Luxus. Ist auch für jeden was anderes.

Also, Fazit: Wir suchen ein Gerät, um heisses Wasser durch in einen Siebträger gedrückten Kaffee zu pressen. Gefunden haben wir ein Budget-Rahmen von 50-13.000€.

Weiter geht die Suche, denn das hilft erst mal fast gar nicht.

Wo und wie kann man Espressomaschinen eingrenzen?

Ich würde die Entwicklung des Getränkes in Relation zur investieren Maschine in etwa so beschreiben:

Diagramm zwischen Preis und Qualität des Kaffees bei verschiedenen Espresspmaschinen

Der Anstieg im Bereich bis 1.000€ ist enorm, hier merkt man schnell dass man was „besseres“ gekauft hat.

Der Unterschied zwischen der Klasse um 1.000€ und 5.000€ jedoch ist schon nur noch dann spürbar, wenn man genau weiss was man tut, und die Möglichkeiten die die Espressomaschine bietet auch vollends ausnutzt. Der Unterschied zu den dann nochmals teuren Geräten wie der eingruppigen Slayer… Das verbuchen wir dann unter speziell, Liebhaberei und Luxus. Ja, die Maschine arbeitet mit Hilfe einer komplett anderen Technik, aber… Jeder der überlegt eine Espressomaschine anzuschaffen ist automatisch erst mal nicht die Zielgruppe dieser Maschine. Sorry für die harten Worte.

Mein Lieblingsvergleich: Fotokameras. Die 6.500€ teure Canon 1Dx verhilft einem zu exakt den gleichen Bildern, wie da 6.000€ günstigere Modell. Es sei denn man arbeitet sich vollends in die Thematik ein und weiss mit der „Maschine“ umzugehen.

Zu den Maschinen am unteren Ende kann ich ruhigen Gewissens sagen: Nicht kaufen, es sei denn man möchte Lehrgeld bezahlen.

Durch die konkrete und sehr technische Art der Zubereitung spielen Dinge wie Temperatur, Druck, die Stabilität der selben, Materialien und andere Einheiten einfach eine Rolle.
Anders ist es bei der klassischen Filterkaffeemaschine, da tun es meistens auch die günstigen Modelle, da hier mehr verziehen wird. (link zum Artikel)

Ich weiss auch wovon ich rede: Meine erste Maschine war ein Modell von Krups, und ich habe es bis zum Wegwurf versucht zu optimieren. Die Maschine hat Wasser durch Kaffee gepresst, ja. Mehr aber dann auch nicht. Jeder Cappuccino war schon ein kleines Abenteuer.

Die Frage „Was muss unsere Maschine noch so alles können“ kommt erst im nächsten Step, denn das hängt von den gewünschten Präferenzen für die zubereiteten Getränke ab.
Hier und jetzt geht es darum, die Basis, den Espresso, anständig zubereiten zu können.

Druck und Temperatur

Wie bereits gesagt, sollten diese beiden Faktoren schlichtweg funktionieren. Und zwar stabil.
Warum? Nun ja, eine konstante Temperatur des Wassers ist deshalb wichtig, weil Espresso beim Brühen empfindlich darauf reagiert. Schon 1°C Abweichung kann bei bestimmten Röstungen dazu führen, dass man einen bitteren oder übersäuerten Espresso erhält.
Gerade die immer beliebter werdenden hellen Röstungen sind besonders anfällig.

Die Maschine am unteren Ende der Preis-Reihe funktioniert technisch einfacher. Das Wasser wird aus dem Tank über ein Thermoelement geleitet, den sog. Thermoblock. Dort wird es erhitzt und dann ab in den Kaffee.
Dieses Element ist klein, so dass das Wasser während des Bezuges eine regelrechte Temperatur-Achterbahn fährt.
Auch ist nicht jede Tasse unbedingt gleich heiss.
Vergleichen kann man das mit einem kleinen Durchlauferhitzer.

Der Unterschied ist hier jedoch auch schon enorm: Die Maschine die zu Beginn meine Küche geschmückt hat ist nicht zu vergleichen mit zB der Quickmill Orione. Ähnliche Technik, aber dann doch ein Preisfaktor von mehr als 10. Heisst, hiermit würde man schon einen Schritt nach vorne gehen und unter Umständen ein passables Ergebnis hin bekommen.

QuickMill MOD.03000 Orione 03000 Espressomaschine
23 Bewertungen
QuickMill MOD.03000 Orione 03000 Espressomaschine*
  • Durchlauferhitzer und Thermoblock
  • massiver Messingsiebträger
  • Maschinenkörper aus beständigem Edelstahl
  • seitlich herausnehmbarer 1,5l Wassertank
  • Einsteigermodell mit hervorragender Espresso-Qualität

Der Druck wird durch die Pumpe aufgebaut, die hier auch oft ein wenig zu klein bemessen ist. Was nicht bedeutet dass sie den Druck nicht aufbauen kann, sondern dass dieser einfach nicht stabil genug ist.

Maschinen im Segment darüber funktionieren mit Boilern.
Hier wird das Wasser aus dem Tank in einen Boiler gepumpt und erhitzt. So hat man eine größere Menge Wasser mit gleicher Temperatur zur Verfügung. Natürlich schwankt auch hier je nach Güte die Temperatur, denn es gibt diese Boiler in klein, größer und riesengroß.
Und es gibt noch verschiedene Arten von Boilern, dazu gleich mehr.

Was will ich trinken

oder: Brauche ich einen Ein- oder Zweikreiser?

Ich sage einfach mal: Die ganz billige Nummer mit der Thermoblock-Technik fällt für unsere Zwecke fast raus. Falls ihr anderer Meinung seid, dann lest vielleicht besser nicht weiter, denn am Ende werdet ihr sagen: „Hmm okay. Ich spare doch lieber weiter.“ So war es jedenfalls bei mir, und auch bei all denen die erst die billige Variante gekauft haben, um dann nach ein paar Wochen oder Monaten doch ein Update zu machen.

Also. Was will ich trinken?
Die Frage zielt nicht drauf ab, welche Sorte Espresso oder ob stark oder mild. Sondern:
Werden viele Milchgetränke zubereitet, oder eher nur Espresso und Americano?

Die Frage hat folgenden Hintergrund. Es gibt bei den Maschinen in denen Boiler verbaut werden verschiedene Bauarten.

  • Einkreiser
  • Zweikreiser
  • Dualboiler

Und hier kommt das ins Spiel worauf viele schon gewartet haben: Der Milchschaum.

Die einfachste Bauart ist der Einkreiser.

Der Einkreiser besitzt einen Wasserkreislauf. Und zwar nur den einen. Für die Kaffeezubereitung (ca 90-94°C) und für den Dampf zum Milch aufschäumen (ca 110-130°C) gibt es lediglich einen Wasserboilder. Das heisst, das Wasser hat nur eine Möglichkeit zu wandern: Vom nachfüllbaren Wassertank über den Boiler in die Tasse.
Das Wasser im Boiler wird auf die gewünschte Temperatur für Espresso erhitzt, und beim starten des Bezuges wird das Wasser durch den Kaffee gepumpt. Soweit so gut.

Espressomaschine Einkreiser

Jetzt kommt die große Frage: Was tue ich, wenn ich Milch aufschäumen möchte? Woher kommt der Dampf?

An sich erst mal die Antwort: Ich aktiviere den Knopf der sagt „Ich will schäumen!“ Dieser ist typisch für Einkreismaschinen.
Daraufhin fängt die Maschine an, das Wasser im Boiler weiter aufzuheizen. Das tut sie, damit im Boiler so viel Druck entsteht, dass die Dampflanze ihren Dienst tun kann.
Denn sobald das Licht es anzeigt, können wir los schäumen.

Wollen wir danach jedoch wieder einen weiteren Espresso ziehen, müssen wir das Wasser im Boiler erst wieder abkühlen lassen und den überschüssigen Druck heraus lassen. Denn nicht nur der Druck bzw Dampf brauchen wir nicht, auch die Temperatur des Wassers ist viel zu hoch um direkt damit einen Espresso zu brühen.

Der Nachteil der kleineren Boiler in Einkreismaschinen wird hier zum Vorteil: Die Temperatur sinkt dadurch schneller.

Für ein Getränk ist diese Vorgehensweise ok, aber wenn die Familie zu besuch ist, und ich 5 Cappuccino und 3 Flat White machen muss … Wird es eine Mission Impossible.

Aber worin unterscheiden sich die Geräte

Hat die Maschine einen kleinen Boiler, wird der Druck beim Milch aufschäumen sehr schnell nachlassen. Das Ergebnis: Guter (richtig guter) Schaum wird echt zur Herausforderung. Klar, Schaum gibt es. Und die Schwiegermama wird es auch toll finden. Aber wir als Kaffeeliebhaber denken: Och neee… zu verwässert, zu fest, zu flüssig.
Ebenso beim Espressobezug: Hier wird sich die Temperatur spätestens beim zweiten Bezug signifikant ändern. Ist auch logisch, denn der Boiler wird natürlich nachgefüllt – Mit zimmertemperiertem Wasser aus dem Tank.

Daher sollte im Falle des Einkreisers darauf geachtet werden, einen nicht zu kleinen Boiler zu haben, im Bezug auf das was ihr machen wollt. Wohnt ihr allein und es gibt jeweils nur einen Espresso, und vllt noch nach 10 Minuten einen zweiten, dann reicht was kleines wie zB die Rancilio Silvia.

Espressomaschine Rancilio Silvia
209 Bewertungen
Espressomaschine Rancilio Silvia*
  • Made in Italy
  • Edelstahl Espressomaschinen

Wer sich nun in die Thematik weiter einarbeitet, der wird feststellen, dass durch den kleinen Boiler wirklich die Dampfpower leidet. Ebenso die Temperaturschwankungen, wenn der super sensible hell geröstete Kaffee plötzlich in jeder Tasse anders schmeckt.

Dem kann man ein bisschen entgegen wirken: „Profis“ am Einkreiser nennen es „Temperatursurfen“. Dabei wird ein Gefühl dafür entwickelt, wann die Maschine welche Temperatur hat.

Fazit Einkreiser Maschinen

Durch ihre günstige Investition sind die Einkreiser gerade bei Einsteigern sehr beliebt. Um ein Gefühl für den Kaffee zu bekommen ist es auch nicht verkehrt, jedoch leidet hier stark die Möglichkeit bei Milchgetränken.
Zusätzlich ist es durch die Druck- und Temperaturschwankung auch nicht gerade einfach, ein stetig gleichbleibendes Ergebnis zu produzieren!

Zweikreiser

Macht ihr nun aber doch direkt mehrere Getränke, dann sollte vllt was größeres her.
Macht ihr viele Milchgetränke, dann sollten die Gedanken eher weg vom Einkreiser hin gehen zum nächsten Modell.

Auch hier haben wir einen Boiler mit heissem Wasser. Der Unterschied: Zum einen bleibt die Temperatur konstant und das Wasser wird nicht für den Kaffeebezug aufgeheizt um dann noch mal heisser für den Dampfbezug zu werden.
Das Wasser im Boiler ist dafür da, den Wasserdampf fürs Milch schäumen bereit zu stellen UND: Als großer Wärmetauscher zu fungieren, um das Kaffeewasser auf Temperatur zu bringen.
Das sieht dann in etwa so aus:

Espressomaschine Zweikreiser

Das ganze System hat mehrere Vorteile. Zum einen sind der Kaffeebezug und das Milch aufschäumen unabhängig voneinander. Das heisst, dass ich direkt nach der Zubereitung von zB 2 Cappuccino weiter machen kann, ohne auf die Maschine warten zu müssen.
Ebenso bleibt die Temperatur im Vergleich zum Einkreiser weitestgehend Stabil, auch nach einigen Tassen Bezug. Klar, auch hier wird irgendwann der Boiler nachgefüllt, aber dadurch dass dieses Wasser nicht für die Kaffeezubereitung verwendet wird fallen die Schwankungen viel geringer aus.

Ein Nachteil bei Zweikreiser Maschinen ist der, dass bei längerer Standzeit ohne Kaffeebezug das System aufheizt, und die Temperatur zu hoch ist für den Kaffeebezug.
Dem kann man entgegen wirken indem man kurz vor dem Bezug ein wenig Wasser herauslässt, um den Wärmetauscher mit Frischwasser zu füllen.

Worin unterscheiden sich die Geräte

Bei den Zweikreismaschinen ist natürlich auch die Boilergröße dafür verantwortlich wie stabil die Temperatur ist und wie ausdauernd gleichbleibender Druck aus der Dampflanze kommt.
Unterschiede gibt es sonst z.B. darin, dass manche Geräte eine digitale Temperatureinstellung haben. Damit kann der Boiler geregelt werden. Die Temperatur des Boilers beeinflusst allerdings nicht nur die Temperatur des Kaffee-Wassers, sondern auch den Druck im selbigen – und damit den Druck des Dampfes der aus der Dampflanze kommt. Das kann mitunter sehr gewöhnungsbedürftig sein.

Um auch hier eine Konstante zu haben führt kein Weg vorbei am Premium Modell, dem Dualboiler (s.u.)

Fazit zu Zweikreisern

Klarer Vorteil im Workflow, ich kann Kaffee beziehen oder Milch schäumen ohne vom jeweils anderen abhängig zu sein. Natürlich sind hier höhere Anschaffungskosten an, jedoch sind die meisten Maschinen so robust dass sie bei entsprechender Pflege ewig halten können.

Bezzera Magica Espressomaschine*
Made in Italy; Edelstahl Espressomaschine aus Italien
1.385,00 EUR

Der Dualboiler

Der Name ist auch hier Programm. Ihr könnt sicher schon ahnen wie der Dualboiler aufgebaut sein könnte?
Richtig. Ein Boiler fürs Kaffee-Wasser, und einer für den Dampfbezug.
Da gibt es nicht viele wenn-dann Abhängigkeiten, es lässt sich alles einzeln und unabhängig voneinander regeln. Temperatur für den Dampf-Boiler z.B so dass 1,4 bar Dampfdruck kommen, aber die Temperatur für den Espresso doch nur bei 88°C. Möglich!

Espressomaschine Dualboiler

Geräte die professionell genutzt werden sind fast ausschließlich Dualboiler, damit der Barista es auch schafft, 800+ Getränke am Tag zuzubereiten. Ob man das nun zu Hause braucht muss jeder für sich entscheiden.

Worauf achtet man beim Dualboiler?

Bei den Dualboilern reden wir über Premiumgeräte. Daher sind die signifikanten Unterschiede hier eher im Detail zu suchen. Vielmehr sind es Dinge die man einfach nur für sich entscheiden muss oder kann, insbesondere im Bezug aufs Handling oder auch das Design.

Technisch können die alle was, und ins Klo greifen geht hier einfach nicht. Ich selbst habe einige Monate eine La Marzocco GS3, aber auch eine SAGE Oracle Touch testen können, und bin schon sehr sehr sehr begeistert.

Angebot
SAGE SES990 the Oracle Touch Siebträgermaschine mit Edelstahl-Dualboiler und Touchscreen, 15 Bar, Gebürsteter Edelstahl*
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Rocket Espresso Dual boiler R58*
DualBoiler Espressomaschine; PID Temperatursteuerung; Rotationspumpe

Weitere Faktoren beim Kauf einer Espressomaschine

Neben den verschiedenen Bauarten gibt es auch Punkte, die man sich übergreifend anschauen sollte. Oft gibt es kein richtig und falsch, besser oder schlechter, sondern es ist oft eine persönliche Entscheidung. Was (denke ich) brauche ich, was gefällt mir besser, was möchte ich haben.

Pumpe

In den Geräten die in Frage kommen werden zwei Arten von Pumpen verbaut:
Die Rotationspumpe, und die Vibrationspumpe.
Diese beiden Bauarten unterscheiden sich merklich so: Die Vibrationspumpe ist so laut dass die Nachbarn auch wissen dass man die Kaffeemaschine an hat. Die Rotationspumpe ist eher so ein Rauschen 🙂

Technisch gesehen kann die Rotationspumpe den Druck einfach stabiler halten, da sie ihn selbst „generiert“. Die Vibrationspumpe dagegen braucht etwas zum gegen drücken, in unserem Fall ist es der gemahlene Kaffee. Stimmt was mit dem Kaffee nicht, dann baut sich auch der Druck nicht richtig auf, und schon kann man auf Fehlersuche gehen.
Das macht die Rotationspumpe in allen Dingen überlegen, was sich natürlich auch im Preis nieder schlägt.

Brühgruppe

Die Brühgruppe ist der Teil der Maschine, in den der gefüllte Siebträger eingespannt wird.
Als Klassiker hat sich die sog. E61 Brühgruppe erwisen. 1961 wurde sie von der Firma Faema entwickelt, und ist bis heute in zahlreichen Maschinen verbaut.
Allerdings gibt es natürlich auch neu- und weiterentwickelte Brühgruppen. Zum einen der Nachfolger von Faema, die E71, aber auch allerlei andere Entwicklungen. La Marzocco hat ebenfalls in den 70er Jahren die GS entwickelt (grup saturo), Kees van der Westen, Dalla Corte oder Slayer bauen jeweils ihre eigenen Gruppen mit verschiedenen Eigenheiten.
Hier im Kaffeewiki ist eine gute Beschreibung für alle die mehr über Brühgruppen wissen wollen!

Tank oder Festwasser?

Einige Maschinen bieten die Möglichkeit, nicht mit einem nachfüllbaren Tank betrieben zu werden, sondern direkt ans Festwasser angeschlossen zu werden. Der Vorteil ist klar: Man muss sich nicht darum kümmern Wasser nach zu füllen.

PID Steuerung

PID steht für proportional–integral–derivative controller und ist ein Reglertyp der im Bereich der Espressomaschinen zur Regelung der Brühwassertemperatur eingesetzt wird. Die Bezeichnung steht dabei nur für einen bestimmen strukturellen Aufbau des Reglers, die technische Realisierung kann ganz unterschiedlich sein. Auch hier hält das Kaffeewiki mehr bereit!

Verarbeitung

Zur Verarbeitung gehören in meinen Augen nicht nur Äußerlichkeiten wie keine scharfen Kanten, welches Material haben die Griffe, habe ich Kipphebel oder Drehventile, Ist das Material des Gitters dick genug etc.
Sondern Dinge wie die Qualität des Tanks und der Ventile, ist der Tank isoliert, wie (und überhaupt) lässt sich die Temperatur steuern, ist der Wassertank gut zu erreichen, wie sind die Leitungen im Inneren gebaut.
Wie und ob man das für sich gewichtet ist wieder rein subjektiv und da kann man einfach wenig Tipps geben.

Mein Fazit

Punkt 1: Finger weg von der Plastikmaschine aus dem Discounter.

Punkt 2: Entscheiden ob man eher der pure Espressotrinker ist, oder doch auch häufiger Cappuccino & Co trinkt.
Die Espressotrinker brauchen einfach nicht mehr als einen soliden Einkreiser. Natürlich sollte hier auch anständig investiert werden, aber dennoch hätte ein Zweikreiser hier ausser nice to have keine oder nur wenig Berechtigung.

Trinkt man dagegen fast nur Milchgetränke, dann wäre ein Einkreiser ein Frustrationsgerät in schön. Dann gilt: Finger weg!
Das Thema Dualboiler für zu Hause… Ich sage: Mega wenn man es sich leisten kann und es liebt, und sich bewusst ist dass es purer Luxus ist. Eine rationale Begründung gibt es meiner Meinung nach nicht. Ausser dass es die cooleren Maschinen sind 🙂

Die Grundausstattung unserer Kaffee-Ecke

Neben der Maschine gibt es natürlich noch ein paar Dinge die man braucht. Da muss man sich durchprobieren, vieles ist hier schlichtweg Geschmackssache.

Fazit

Ihr merkt, einfach ist es nicht. Vor allem nicht wenn man eigentlich was Gutes haben will und merkt, dass man dann doch lieber wartet und sich nicht das nächstbeste Angebot zulegt.

Wie sieht es bei Euch aus? Seid ihr schon fündig geworden? Habt ihr einen Kauf bereut oder Tipps für die anderen Leser?

Letzte Aktualisierung am 9.07.2020 / *Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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