coffeefestival rhein main

1. Coffeefestival Rhein Main

Das Coffeefestival Rhein Main – Nur ca 1.5 Stunden von mir entfernt? WOOHOOOO!

Sehr coole Sache! Wolfgang hatte mir eine Facebook-Nachricht geschrieben und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte sein geplantes Event fotografisch zu begleiten. Das Coffeefestival Rhein Main. Wolfgang habe ich im vergangenen Jahr auf der Deutschen Barista Meisterschaft in München kennen gelernt, wo ich auch knapp vier Tage mit meiner Kamera aktiv war.

Die Sieger der Barista-Meisterschaften 2016 in München

Natürlich konnte ich mir das vorstellen, und war schon Feuer und Flamme! Denn ich habe es 2017 weder auf eines der Coffeefestivals nach Amsterdam, London oder Berlin geschafft, und auch nicht zur World of Coffee nach Budapest, oder auf sonst irgend ein Kaffee-Event. Lediglich das offene Cupping von Neues Schwarz konnte ich mitnehmen. Natürlich viel zu wenig 🙁

Die Vorfreude stieg, ich blieb mit Wolfgang in Kontakt und wir haben hier und da noch ein paar Details ausgetauscht.

Auf nach Flörsheim!

Am ersten Novemberwochenende war es dann soweit: Bekannte Gesichter aus der Kaffeewelt wieder auf einem Haufen.
Dazwischen auch zahlreiche neue Gesichter, was mich extrem gefreut hat! Wieder was dazugelernt, wieder neue und sehr sehr nette Menschen kennen gelernt. So macht’s doppelt Spaß.

Was wurde geboten?

Das Coffeefestival Rhein Main fand in der Eventhalle des Chamäleon Beach in Flörsheim bei Frankfurt statt.

Trotz dass es schon irgendwie „in der Pampa“ lag war die Location extrem gut. Denn: Sie liegt ziemlich zentral für alle gut erreichbar! 500km nach Hamburg, 430 km nach München, und 560 nach Berlin. Das ist mal gleiches Recht für alle! Und Frankfurt ist ja auch bekannt für einen großen Bahnhof und Flughafen …

la marzocco leva
Die neue La Marzocco Leva ist ein echter Hingucker!

Die Halle, die dem Namen „Beach“ gerecht wurde war gefüllt mit Infos rund um unser Lieblingsthema.
Sponsoren und Aussteller brachten Neuigkeiten mit, wie die neue La Marzocco Leva. Ein Meisterwerk der Technik!
reCup aus München hat das Mehrweg-Becher-2go-Konzept vorgestellt, ECM hatte einige Maschinen und Mühlen mitgebracht, Brita informierte über Filter und Wasser, bei Barista Coffee Systems gab es die Vielfalt der Maschinen zu sehen.

RedCode Roasters
Mo hatte den Foxhound von RedCode Roasters mit im Gepäck…

Des Weiteren brachten Zahlreiche Röster ihre Ergebnisse mit.
Mein Highlight: Der Foxhound von RedCode Coffee Roasters aus Bensheim. Ein Espresso, der WIRKLICH mal süß war!
Mo hat mir erklärt, dass es an dem erhöhten Zuckergehalt der Bohne liegt, ca. 2% mehr als andere Sorten. Ich werde davon wohl was bekommen, und dann werde ich den Kaffee noch einmal im Detail vorstellen. Wirklich, wahnsin …

Cupping mit Touton

Frischer als direkt vom Importeur geröstet ist schwer. Das gab es von den drei Hamburgern von Touton.

touton
Julio und Philippa von Touton Specialties-Coffee

Sie brachten alles mit, was man für zwei Runden Cupping braucht. So gab es auf dem Coffeefestival Rhein Main verschiedenste Bohnen aus aller Welt. Wieder mal hat sich bestätigt: Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Und ja, ich habe zu Kaffee gesagt: Buäh. Brauch’ ich nicht.

Für mich sind die Afrikaner irgendwie die erste Wahl, die (Mittel- und Süd)Amerikaner kommen dann irgendwann dahinter. Natural processed, also mit anhaftendem Fruchtfleisch getrocknet, fand ich einen Hauch besser. Warum? Weil durch die Fermentation mehr Süße mit dabei war. Teilweise sogar mit – für mich – deutlich herausstechenden Honignoten.

cupping
Es wurde fleissig gecuppt!

Meine Idee für zu Hause: Kauft euch drei, vier verschiedene Kaffees, und führt mal selbst ein Cupping durch. Es ist nicht nur sehr lehrreich und sensibilisiert die Geschmacksnerven, sondern es ist auch sehr gesellig und spaßig dazu!

Leider mussten die drei bereits am Samstag schon wieder abreisen, daher gab es nur an einem Tag die volle Ladung der Kaffeewelt.

Action!

Neben den Ausstellern, dem Networking und dem wie immer regen Austausch gab es natürlich auch eine Competition: In den Kategorien Barista und Latte-Art sind die Teilnehmer gegeneinander angetreten, nicht zuletzt um das Ganze als Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften im Februar zu sehen.

Barista

Coffeefestival Rhein Main
Kata aus Norderstedt ist in der Kategorie BARISTA angetreten.

In der Kategorie Barista galt es in der Vorrunde, der Jury folgende Getränke innerhalb von zehn Minuten zu servieren: zwei Espresso, zwei Espresso Macchiato, und zwei Cappuccino. Die zweite Runde bestand darin, in acht Minuten zwei Espressi und zwei Milchgetränke zuzubereiten.

Die Jury, das waren Mo von RedCode, Matthias von Hoppenworth & Ploch, und Ansgar Pleye von Kaffeeplan Alles hochkarätige Juroren, das brachte noch mal einen Schwung Spannung für die Teilnehmer.

Latte-Art

Coffeefestival Rhein Main
June aus Berlin bei ihrer Latte-Art Disziplin „Designer Latte“

Bei den Latte-Artisten wurde in einer Runde gebattled: Zwei identische Milchgetränke, ein Freepour und ein Designer-Latte. Beim letzteren konnte frei mit Pen, Milchschaum und Kaffee „gemalt“ werden.

Die Jury hier stellten Carlo Graf Bülow von Schamong aus Köln-Ehrenfeld und dem ehemaligen Deutschen Latte-Art-Meister Daniel Gerlach.

Barista Bono rockt das Ding

Barista Bono
Gewinner des Baristawettbewerbes: Bono aus Karlsruhe.

Altbekannte Gesichter standen wie zwei Boxer bei der Ergebnisbekanntgabe vor der Bühne: Carlo und Bono. Die Hand des Gewinners, die Juror Matthias hoch riss gehört Bono aus Karlsruhe! Er eröffnet bald seine eigene Rösterei, und da hätte der Preis für den ersten Platz nicht besser kommen können: Eine Espressomaschine von ECM!
Carlo sichert sich einen starken zweiten Platz und damit eine Mühle, ebenfalls von ECM. Platz drei geht an Arianna von Mission-Coffee.

LatteArtYuri holt den nächsten Titel

Coffeefestival Rhein Main
Yuri aus Hamburg holt den ersten Platz der Latte-Artisten

Vor ein paar Wochen noch in München und Tirol auf dem Treppchen, sichert sich Yuri von Elbgold aus Hamburg die goldene Medallie. Hier in Form einer Mühle von ECM.

June aus Berlin hat bei ihrer Premiere einen super zweiten Platz hingelegt, und freut sich über den ersten und bislang einzigen Tamper mit Canophera-Holz-Griff, sowie zwei Milchkännchen. Beides von Hauck / barista.tools. Platz drei geht an Kata von Hunt Brothers Coffee aus Norderstedt.

Fazit: Das Coffeefestival Rhein Main hat Spaß gemacht!

Coffeefestival Rhein Main

Wie sicher mittlerweile bekannt ist mag ich die Kaffeewelt. Und die Leute. Es macht Spaß sich auszutauschen und immer was neues dazu zu lernen. Im nächsten Jahr möchte Wolfgang den Termin frühzeitiger bekannt geben, damit die Halle ein wenig voller wird. Aber ansonsten: Nix zu beanstanden, danke und Hut ab für die viele Arbeit und Zeit, die Wolfgang da rein gesteckt hat!

Und, was für mich persönlich immer sehr wichtig ist: Ich brühe Kaffee zu Hause in meiner nerdigen Kaffeeküche. Ohne Feedback, ohne richtig oder falsch. Ich habe bei vielen Dingen einfach keine Ahnung ob ich da auf dem Holzweg bin, oder ob das alles halbwegs OK ist. Deshalb bringen mich solche Events immer weiter, und das freut mich jedes Mal auf’s Neue.

Dieses Mal war es die brewing-session mit Flo vom WeinCafè Kostbar. Er hat mir eine neue Art v60 zu brühen gezeigt, die ich erst mal nachmachen werde und versuchen werde dahinter zu steigen.

Nächster Halt: Neuss

Nächster Halt nach dem Coffeefestival Rhein Main wird das Event bei Bazzar in Neuss. Das Event steht unter dem Thema „Be prepared for championships – das Meisterschafts-Bootcamp“.
Es wird also darum gehen alles Mögliche zu vermitteln, was wichtig für die kommende Deutsche Meisterschaft Ende Februar in Bremen interessant sein könnte.
Da ich ja immer auf der Jagd nach neuen Dingen bin, und Sachen die ich lernen kann, genau mein Ding.
Ausserdem: Es kommen wieder ein paar nette Leute zusammen – Ich werde berichten.

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