Die orientalische Mokkamühle aus Familienbesitz!

Meine Kaffeehistorie holt mich immer wieder ein.

Mokkamühle und Soy Ibrik Cezve
Bestes Zusammenspiel: Die alte Mokkamühle und mein Soy Ibrik!

So auch diesmal. Wie ich hier geschrieben habe, fehlt mir für die richtige Zubereitung im Ibrik immer noch eine richtige Mokkamühle. Eine, die es schafft den Kaffee staub- oder mehlfein zu mahlen.

Früher gab es bei uns diese zylinderförmigen Mühlen aus Messing, in denen ganz normal und selbstverständlich gemahlen wurde. Zwar vom Basar, aber funktioniert haben sie zumindest trotzdem. Für ein paar Wochen. Heute hat Zassenhaus* ein scheinbar ganz gutes Modell im Programm.

Vor ein paar Tagen habe ich dann von meiner Mutter eine dieser alten Mühlen bekommen. Bzw wieder bekommen, denn ich hatte diese Mühle schon längst vergessen. Dass sie überhaupt noch existiert hatte ich nicht mehr auf dem Schirm, denn: Sie ist da, solange ich mich zurückerinnern kann.

Basar oder „echt“?

Es gibt diese Mühlen, genau wie sämtliche Ibrik / Cezve Kaffeekocher auf dem Basar oder im Souvenirshop zu kaufen. Ähnlich wie beim Kocher ist alleine das Gewicht und das Material hier schon wie Tag und Nacht. Mit knapp über 1kg ist die alte Familien- Mokkamühle schon ein echter Brummer! Der Unterschied zwischen Basar und echt könnt ihr hier am Beispiel des Ibrik / Cezve Kochers nachlesen.

Der Zustand war natürlich dem Alter entsprechend. Überall ranziges Kaffeepulver, hier und da hatte sich Rost breit gemacht …
Also musste das Ding erst mal unter die Lupe genommen werden. Bohnen rein, und einfach mal mahlen. Läuft.

Alte Mokkamühle „restauriert“

Also konnte ein wenig Zeit investiert werden, und das Teil wurde wieder fit gemacht.

Hierzu habe ich es weitestgehend auseinander genommen, und überall wo ich dran kam versucht den Dreck und Rost zu entfernen.
Das Problem: Das Mahlwerk ließ sich nicht heraus nehmen, es ist sozusagen verschweisst. Also wurde hier mit einlegen in Rostlöser, Mühlenreiniger und verschiedenen Bürsten und Dremel*-Aufsätzen alles gegeben.

mokka-muehle
link: Urzustand. Rechts nach der ersten Behandlung mit Fettlöser und Drahtbürste

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn ich glaube dass das Mahlwerk hier und da sicher noch nicht wieder blitzeblank ist.
Aber der Geschmack gibt mir recht, das Mahlgut ist genau so fein wie es sein soll, und der Kaffee schmeckt weder nach Metall noch nach Rost oder ranzigem Kaffeeöl.

Der Hintergrund der Müle:

Vor ca. 30 Jahren hat mein Opa diese Mühle meiner Mutter als Geschenk mitgegeben. Es ist eine Mühle, die damals gefühlt vom ganzen Dorf genutzt wurde. Ein Teil meiner Familie stammt aus dem Osten der Türkei, und früher war hier alles ein wenig anders … Das Alter lässt sich nur schätzen, aber sie hat bestimmt 50 Jahre und mehr auf dem Buckel.

Ich werde sie ab jetzt wieder nutzen, und endlich frisches Kaffeemehl in meinem Ibrik kochen können.

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