Die Sage Oracle Touch liefert Kaffee in Baristaqualität!

Die Sage Oracle Touch – Kaffee in Baristaqualität für Jedermann

[Werbung / Dieser Beitrag wurde von Sage unterstützt]

Möglich, oder ein gewagtes Versprechen? Der Slogan dominiert jedenfalls die Kommunikation der Sage Oracle Touch. Eine automatische Siebträgermaschine, die laut Hersteller Kaffee wie im Café liefert.

gaslight coffee roasters chicago

Nachdem ich nun bald drei Jahre meine klassische Siebträgermaschine besitze, und immer tiefer und tiefer in die Materie eintauche, ist das natürlich für mich erst mal eine Ansage.

Natürlich weiß ich auch, dass ich mich da weitaus mehr rein fuchse als nötig. Und auch mehr, als die meisten anderen es tun werden.

Ich zitiere vorweg James Hoffmann, der ebenfalls ein Auge auf die Oracle Touch geworfen hat:

Diese Maschine ist für diejenigen, die Bock auf guten Kaffee haben, aber nicht direkt ein neues Hobby wollen.

Ob das zutrifft, das werden wir jetzt sehen. Denn eine der häufigsten Fragen ist die nach einer Maschine, mit der Anfänger guten Espresso und Co zubereiten können. Und zwar ohne sich mit dem oben erwähnten neuen Hobby zu befassen, so wie ich es seit geraumer Zeit tue. Der Weg führt oft zum klassischen Vollautomaten. Denn eine Espressomaschine zu Hause, die das beste Ergebnis bringen soll, ist ein neues Hobby. Vielleicht ist es eins gewesen? Wir werden sehen.

Was ist das Besondere an der Oracle Touch?

Mit einem herkömmlichen Kaffeevollautomaten ist dann aber entweder schnell die Enttäuschung da, oder aber man redet es sich schön. Hat ja schließlich viel Geld gekostet, dann muss es ja auch klappen.

Aber mit dem Kaffee aus dem Café hat das Getränk meist wenig zu tun. Mit einer Siebträgermaschine hat man jedoch auch keinen Spaß (bzw. keinen guten Kaffee), wenn man sich nicht im Detail damit beschäftigt.

Leider merken es viele Anwender nicht, aus purem Unwissen über die Kaffee-Theorie. Hier setzt Sage an, und sie schaffen es meiner Meinung nach echt sehr gut!

Aber was genau steckt dahinter? Im Vollautomat wird alles – wie der Name sagt – voll automatisch gemacht: Das Handling der Bohnen, der Weg in die Brühkammer, das Brühen, bis hin zum Entsorgen des „Mülls“. Um zu erkennen dass das alles ziemlich komplex ist, muss man kein Ingenieur sein. Und alles was komplex ist, birgt Schwachstellen.

Das Prinzip der automatischen Siebträgermaschine ist hier im Vorteil: Der Mensch bewegt das Mahlgut von A nach B, nachdem die Einstellungen nach den eigenen Vorstellungen gewählt wurden. Nicht nur die Hygiene ist hier ein großer Vorteil!

Wir haben so sehr viel Kontrolle, aber können dabei zeitgleich auf einige Variablen verzichten. Ein sehr cleverer Ansatz!

Die vier technischen Schlüsselelemente der Kaffeezubereitung

Diese bleiben unabhängig vom Menschen:

Dosierung

perfekte Dosierung des Kaffees

Zwischen 18 und 22 Gramm Kaffee für einen doppelten Espresso, um die maximalen Geschmacksnuancen zu extrahieren.

Temperatur

Oracle Touch PID Steuerung

Um feinste Abstimmungen zu machen, sollte die Temperatur stabil sein, und genau geregelt werden können. Die eingebaute PID (benannt nach der Art der Steuerung: Proportional Integral Derivative) der Oracle Touch ist hier sehr zuverlässig!

Extraktionsdruck

Ein konstanter Druck sorgt für korrekte Extraktion im Kaffee. Die Oracle Touch arbeitet mit einer sogenannten Preinfusion. D.h. der Druck wird nicht direkt voll aufgebaut, damit das Kaffeemehl sich erst komplett sättigen kann. Dann startet die gleichmäßige Extrktion bei voller Pumpleistung.

Ausreichend Wasserdampf für den Milchschaum

Schwacher oder im Druck variierender Dampf würde festen und groben Schaum produzieren.

Sage

Von wem kommt nun diese Maschine? Sage?

Nein, es ist nicht das IT Unternehmen was plötzlich umgesattelt hat. Sage ist eine Marke des australischen Breville-Konzerns, der 1932 in Melbourne gegründet wurde.

In Australien oder den USA ist Breville durchaus eine weit verbreitete Marke. In Europa wurde der Markenname Breville 1982 verkauft, weshalb man hier seit über fünf Jahren unter der Marke Sage auftritt. (Quelle: https://en.wikipedia.org)

Am 1. Oktober 2017 wurde die Sage Appliances GmbH in Deutschland gegründet, seit dem 1. April 2018 sind die Produkte in Deutschland und Österreich im Handel. Offizieller Sitz der Deutschlandzentrale ist im nordrhein-westfälischen Krefeld. (Quelle: sageappliances.com)

Sage Oracle Touch Unboxing

Was kommt an?

Der Karton ist erst mal nicht so schwer wie gedacht. Obwohl doch neben der Maschine noch eine Menge mehr im Lieferumfang enthalten ist. Ein Milchkännchen, verschiedene Reinigungsbürsten, ein Wasserfilter für den Tank, ein Wasserhärte-Teststreifen, Reinigungstabletten und -Pulver, ein Blindeinsatz und sogar eine Knockbox! Und: Zwei echte Siebe, d.h. keine Doppelboden-Crema-Siebe. Sondern richtige Siebe wie es sich für professionelle Maschinen gehört.

Oracle Touch Zubehör

Erster Eindruck

Kurz: Sehr solide!
Das nur mittelschwere Gewicht erweist sich als dankbar im Handling. Die Maschine besitzt ein Edelstahlgehäuse, was teilweise mattiert ist.
Manche Teile wie z.B das innere der Auffangschale sind aus Kunststoff, was die Sache mit dem Gewicht erklärt.
Meine kleinen Minihighlights: Das ausfahrbare Rad mit dem die Maschine auf der Arbeitsfläche mühelos hin und her geschoben werden kann. Perfekt zur Reinigung! Und die praktische Schublade in der man kleine Tools aufbewahren kann.

Das ausfahrbare Rad hilft dabei die Maschine beim Reinigen zu bewegen

Zusammenbau und Inbetriebnahme

Eigentlich muss nur der Hopper (der Bohnenbehälter) aufs Mahlwerk gesetzt, sämtliche Schutzfolien abgezogen, und der Stecker eingesteckt werden.
Dann den Powerbutton gedrückt und … STOP! Sicherheitshalber werfe ich doch mal einen Blick in die Betriebsanleitung.

Der harte Test

Kaffee in Barista Qualität. Ob das stimmt, ist der Schwerpunkt auf den ich mich konzentriere.

Denn der Blog hat schließlich die Aufgabe, die Kaffeekultur der breiten Masse zugänglich zu machen. Und wenn es etwas gibt was dabei hilft, dann soll es hier seinen Platz bekommen!

Dass die Bedienung einfach ist, davon gehe ich einfach mal aus, denn nach all dem was ich gesehen habe glaube ich, dass man hier wirklich nicht viel falsch machen kann.

Kaffee mit der Oracle Touch

Die Betriebsanleitung liegt wieder im Karton, und es kann los gehen.

Die Maschine leitet uns direkt nach dem Einschalten durch das Setup.
Es ist wie eine Art Quick-Start-Guide aufgebaut. Und so wird hier selbsterklärend auch darauf hingewiesen diverse Teile vor der ersten Nutzung zu spülen, oder aber auch den Wasserfilter einzusetzen.

Hierzu liegt ein Teststreifen bei, mit dem man das Wasser auf die Härte testen kann die man dann einstellt. Daran richtet sich die Empfehlung, wann man den Filter zu wechseln hat. Da ich zum einen bei mir zu Hause an sich schon sehr weiches Wasser habe, und zudem noch alles weitere (Chlor und andere Stoffe) mit einem fest installierten Wasserfilter aus dem Wasser filtere, habe ich auf den Wasserfilter im Tank verzichtet.

Ist man durch’s Menü geleitet worden, spült die Oracle Touch einmal alles durch und es kann los gehen!

Ich warte allerdings noch ein wenig, und gebe der Brühgruppe samt eingespanntem Siebträger ein wenig Zeit, um richtig auf Temperatur zu kommen.

Die Gruppe selbst ist bereits nach ca 5 Minuten so heiß, dass man nicht mehr dran fassen sollte. Der Siebträger ist nach 10 Minuten gut erwärmt. Ich würde hier einmal heißes Wasser durchlaufen lassen, damit sich der Rest des Siebträgers auch schnell erwärmt. Nebeneffekt: Die Tassen mit dem Wasser eben vorheizen!

Temperatur

Stichwort: Wie sieht es mit den konkreten Werten aus?

Dank eingebauter PID lässt sich die Brühtemperatur auf einen Wert zwischen 86 und 96°C anpassen. Das ist super wenn man zwischen verschiedenen Bohnen wechselt! Kleiner Tipp: Helle Röstungen brauchen tendenziell mehr Hitze als dunkle Röstungen! Heisst: Für die klassischen Italienischen Bohnen: Temperatur nach unten!
Aber fangt mit der voreingestellten Temperatur an, alles andere ist für später 🙂

Der automatische Milchaufschäumer bietet ebenso eine Temperaturauswahl: Ein Messfühler an der Dampflanze hilft hier beim vollautomatischen Aufschäumen. Wahnsinn. Hier kann man einen Wert zwischen 40 und 75°C wählen.

Ich bin hier eher kühler unterwegs und bewege mich irgendwo zwischen 55 und 61°C. Das bringt geschmeidigeren Schaum hervor, und man kann ihn einfach besser gießen. Aber letztendlich entscheidet der Geschmack.
Nur über 65°C würde ich nicht gehen, denn dann fangen Bestandteile der Milch an zu verbrennen.

Milch Temperatur wählen für den Milchschaum

Das Menü und die Bedienung

Nachdem man den Wassertank befüllt hat kann es los gehen. Das geht zum einen von hinten, hier lässt sich der Tank raus nehmen und füllen, und über eine Klappe vorne an der Maschine. Das ist super praktisch, wenn die Maschine so steht dass man sie nicht immer verrücken möchte.

Wassertank einfüllen von vorne

Es gibt insgesamt zwei Möglichkeiten der Eingabe. Ein Touchdisplay, und ein Stellrad für den Mahlgrad des eingebauten Mahlwerks.

Das Menü des Displays ist selbsterklärend. Hat man sich für ein Getränk entschieden, kommt man auf den entsprechenden Bildschirm für die Zubereitung: Links mahlen, in der Mitte brühen, rechts die Milch.
Alles ist getrennt voneinander steuerbar, so dass man selbst entscheiden kann ob man erst Milch aufschäumt, oder erst den Kaffee bezieht, oder beides parallel laufen lässt. Dank der Dualboiler Technologie ist dies möglich, und man muss nicht erst nach dem Kaffeebezug warten bis der Dampfdruck aufgebaut ist.

Natürlich sollte man zuerst die Bohnen mahlen, denn sonst passiert gar nix 🙂

Mahlen

Der Siebträger wird locker in die linke Vorrichtung eingespannt. Nun kann man diesen entweder kurz nach rechts klicken, oder man drückt auf den linken Button im Display.

Autmatisches mahlen, dosieren und tampen

Sobald im Display der grüne Haken mit einem leisen Ton erscheint, können wir den Siebträger herausnehmen. Das Mahlgut ist nun bereits getampt im Sieb, so dass wir ihn direkt in die Brühgruppe einspannen und „Brühen“ drücken.

automatisch mahlen und tampen

Mahlgrad und Settings

Der Mahlgrad kann mit dem Drehrad an der Seite der Maschine eingestellt werden. Empfohlen wird es, mit einem Wert von 30 zu starten und sich dann an den optimalen Wert für die verwendeten Bohnen heran zu tasten.

Mahlgradeinstellung bei der Oracle Touch

Die Oracle Touch dosiert nach eigenen Angaben 22g Kaffee im Sieb. Da ich anfangs ein wenig Probleme mit dem Einstellen hatte, habe ich die Sache genauer untersucht.

Bei mir waren es 26g, also 4g mehr als angegeben. Klingt nicht viel, sind aber immerhin 15% mehr. Zudem war das Sieb extrem voll, und der augeschlagene Kaffee-Puck war im Anschluss auch alles andere als so wie man es kennt.

Der Dosiermechanismus wird von Sensoren gesteuert, die irgendwo in der Dosiereinheit sitzen. Diese habe ich mir genauer angeschaut, und es besteht die Möglichkeit, den „Tamper-Ventilator“ (so nenne ich das Element einmal) leicht in der Höhe zu variieren. Kurz ein wenig nach unten gesetzt, so dass der Kaffeestand vorher erreicht ist, und voilá: 21.9 Gramm.

Bei italienisch bzw dunkel gerösteten Bohnen war ich bei ca 19g, was auch völlig ok ist. Eher sogar ganz gut, denn je dunkler die Bohnen, desto geringer kann man dosieren. Hier musste ich den Mahlgrad allerdings ziemlich stark nach unten korrigieren, und zwar von 28 auf 15. Das ist aber durchaus normal, denn hell geröstete Bohnen sind oft härter, und daher vom Mahlverhalten etwas anders.

Dosierung des Mahlguts

Ins Sieb für den Einzelbezug dosiert die Mühle 10.5g – Perfekt! Hier musste ich bei meinen Bohnen ein bisschen feiner mahlen, da der Bezug sonst nach 15 Sekunden bereits die gewünschte Menge Espresso gebracht hat. Das war zu schnell, und dann schmeckt es nicht so wie es soll.

Optimal eingestellt ist die Mühle, wenn in ca 25-35 Sekunden die gewünschte Kaffeemenge durch gelaufen ist. Da ich selbst niemals das Sieb für nur eine Tasse nutze: Bei mir wären es ca 45-50g Kaffee. Eine kleine Waage hilft hier bei den ersten Einstellungen und sollte tatsächlich auch benutzt werden.

Brühen

Die Möglichkeiten bei diesem Punkt sind single, double oder manuell. Der Unterschied besteht hier in der Zeit. Single brüht mit den Standardeinstellungen 25 Sekunden, double 30, und manuell eben solange wir wollen. Diese Werte können natürlich für jedes Getränk separat eingestellt werden.

Espresso zubereiten mit der Oracle Touch

In der Mitte unten kann man per Button-Click (ehemals „Knopfdruck“) auch einfach heißes Wasser beziehen. Das kommt dann von hinten rechts, und läuft in die Tasse die man wie gewohnt unter den Siebträger stellt.

Milch aufschäumen

Wir haben Einfluss auf die Temperatur und die Milchkonsistenz.

Milchkonsistenz? Genau. Zwischen Stude 1 und 9 kann man wählen, wie fest man den Schaum gern hätte. Oder besser gesagt: Wie viel Schaum erzeugt werden soll.
1 ist eher einmal gewirbelte Milch, 9 dagegen ist schon ziemlich viel Schaum. Latte Art damit zu gießen wäre nicht möglich, aber er ist auch weit davon entfernt verbrannt zu sein. So wie manche Cafés es immer noch schaffen, wenn sie Milch aufschäumen die dann so hart ist dass 5 Kekse drauf liegen bleiben würden.

Milch aufschäumen

Milchschaum wie ich ihn durch meine ganzen #coffeepeople kenne, ist so bei Stufe 3 zu finden. Flüssig, von der Textur her wie Wandfarbe. Perfekt zum Latte Art gießen 🙂

Die Temperatur habe ich oben schon einmal erwähnt, sollte hier bei den bekannten ± 60°C liegen. Wer es heiß mag ist mit 65°C gut bedient, wer Latte Art üben will sollte eher auf 55-60° gehen.

Um die Milch aufzuschäumen wird nichts weiter gemacht, als die bis unter den Schnabel gefüllte Kanne unter die Dampflanze zu stellen, und zu klicken.
Der Rest passiert automatisch. Und ehrlicherweise unfassbar gut! Was noch zu tun ist: Nach dem Aufschäumen einmal mit einem feuchten Lappen über die Lanze zu wischen. Beim Zurückschieben reinigt sie sich dann noch mal selbst, indem sie 5 mal kurz Dampf ausstößt. Danke Sage.

Selbstreinigung des Milchaufschäumers

Wer die volle Kontrolle hat, für den gibt es auch den manuellen Modus zum Aufschäumen. Aber … so sehr ich auch Perfektionist bin, und Kaffeenerd: Mit der Oracle Touch würde ich im Leben nicht manuell die Milch schäumen. True Story.

Die Getränke

Das Menü zeigt von Haus aus folgende Getränke an: Espresso – Schwarzer Kaffee – Caffè Latte – Flat White – Cappuccino – heiße Milch – eigene Getränke.

Getränkeauswahl

Die Milchgetränke unterscheiden sich in erster Linie durch die Art des Milchschaumes. Der Schaum im Cappuccino zum Beispiel ist natürlich fester als der im Flat White, oder beim Caffè Latte ist standardmäßig z.B. der double shot ausgewählt.

Mein Bonus 1: Schwarzer Kaffee

Vorab eine Besonderheit die ich hervorragend finde: Schwarzer Kaffee. Dieses Getränk wird hier zum Glück nicht wie bei den Vollautomaten produziert: Das Wasser gefühlt 1 Minute durch das Kaffeemehl schicken.

Hier wird ganz korrekt ein Americano gebrüht. Das ist ein mit Wasser verlängerter Espresso. Der Vorteil: Die Extraktion ist hier genau so wie sie sein soll! Lediglich die Menge in der Tasse wird erhöht, und der Geschmack ein bisschen weniger stark. Aber die gelösten Stoffe im Kaffee sind exakt immer noch die korrekt extrahierten Kaffee-Bestandteile des Mahlguts im Siebträger. Chapeau Sage, sehr sehr gut gelöst!

Für den ein oder anderen mag das jetzt seltsam vorkommen. Aber wer den Geschmack haben will, der bestellt einen Americano.

Mein Bonus 2: Zum Glück KEIN Latte macchiato

Die zweite Besonderheit: Es gibt von Haus haus keinen Latte macchiato. Warum ist das etwas Besonders? Nun ja, zum einen weil es ein klein bisschen rebellisch ist. Ähnlich wie in den thirdwave Cafés wird einfach drauf verzichtet, zu Gunsten der Getränke-Qualität. Zack Bumm.

Der Grund könnte sich jedoch unterscheiden: Als Unternehmen mit Wurzeln in Australien könnte ich mir vorstellen dass Sage einfach das Standing des Latte macchiato in Deutschland nicht vor Augen, und demnach nicht implementiert hat. Es wäre so wünschenswert dass ich hiermit Recht habe 🙂

Aus Kaffee-Sicht ist es zumindest sehr dankenswert. Der Latte macchiato wie wir ihn hier bei uns kennen – im Glas, mit drei Schichten – ist schlichtweg eine Deutsche Adaption des ursprünglich italienischen Getränks. Der Geschmack des eigentlichen Getränkes – des Kaffees – wird leider total verzerrt.

Milchschaum - Falsch und Richtig

Die oft als „Löffelschaum“ (liebevoll) oder „Bauschaum“ (belächelnd) bezeichnete Textur des Milchschaumes bringt mit sich, dass die darin enthaltenen Milchzucker bereits verbrannt, und geschmacklich demnach tot sind. Die Kombination von süßer, cremiger Milch und dem Kaffee kommt einfach zu kurz, bzw. existiert nicht. Dafür setzt sich zum Glück mehr und mehr der Caffè Latte durch. Ähnliche Verhältnisse, aber die Textur und Zusammensetzung der Milch fördert den Geschmack. Die nicht zerstörten Milchzucker bringen auch ohne Löffelweise Zucker eine angenehme Süße mit sich. Der healthy lifestyle wird es danken. #nosugar

Also: Bitte versucht euch dieses kaputte Getränk aus dem Kopf zu schlagen, und sattelt um. Es ist 2018, und es wird auch keine Heiße Hexe mehr verkauft … So viel dazu.

Wer dennoch seine „Schichten“ haben will kann sie haben, aber so wie die riesen verbrannte Schaumschicht wird es – zum Glück – mit der Sage Oracle Touch nicht klappen, denn hier bleibt die Milch innerhalb der guten Temperaturzone 🙂

Eigene Getränke

Ihr habt eure eigene Art Kaffee zu trinken? Ein spezielles Getränk mit eurem Rezept wäre toll, ohne jedes Mal bei der Zubereitung erst alle Parameter zu ändern? Dann empfiehlt es sich, ein persönliches Getränk anzulegen.

Brühzeit, Milchtemperatur, Milchschaumtextur, oder heißes Wasser, all das kann definiert und gespeichert werden.

SAGE Oracle Touch Bedienung Touchdisplay

Bis zu sechs eigene Rezepte kann die Oracle Touch speichern, und sollte damit auch für große Familien ausreichen.

Reinigung

Ja, auch die Oracle Touch muss gereinigt werden.

Allerdings haben wir hier einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber den klasischen Vollautomaten: Das Kaffeemehl ist zu keinem Punkt innerhalb der Maschine.

Das bedeutet: Nichts kann schimmeln, nirgends sammelt sich Feuchtigkeit.

Nach den Kaffeebezügen wird der Siebträger gereinigt (einfach mit einem Tuch abwischen), und ich spüle einmal die Brühgruppe. Das mache ich, indem ich einfach für 2-3 Sekunden brühe, ohne den Siebträger eingespannt zu haben. Das spült Kaffeerückstände aus dem sog. Duschsieb heraus.

Mit den mitgelieferten Bürsten kann man dann einmal durch die Brühgruppe pinseln (am Rand, da wo die Dichtung ist), und auch die Vorrichtung zum Dosieren und Tampen kann gereinigt werden.

Das Mahlwerk lässt sich (ebenfalls im Gegensatz zu fast allen Vollautomaten) auseinandernehmen und auch hier kann man mit den Bürsten perfekt das alte Mahlgut auspinseln.

So bleibt die Maschine sauber, und nirgends kann sich Kaffeemehl sammeln was dann alt und ranzig wird.

Mein Fazit

Ich mache es kurz: Ich bin begeistert!

Die anfängliche Skepsis die ich hatte ist komplett verflogen. Als Sage mich gefragt hat ob ich diese Maschine testen und vorstellen würde habe ich erst mal recherchiert, ob sie überhaupt zu mir und meinem Blog passt. Die Kaffee-Größe James Hoffmann hat sie in einem seiner Youtube Videos bereits vorgestellt, und auch er war sehr zufrieden!

Also habe ich mich drauf eingelassen, sie für euch hier einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Und was soll ich sagen? Die Maschine hat mich überrascht! Wie schon eingangs gesagt: Jeder der guten Kaffee trinken will, aber nicht unbedingt einen Master in Kaffee-Extraktion machen will, für den ist sie genau das Richtige. Die wichtigen Schlüsselelemente der Kaffeeextraktion werden vereint, ohne jedoch den Nutzer damit in der Tiefe zu „belästigen“.

Klar, für mich als Kaffeenerd fehlen einige Dinge, wie z.B. dass man die Kaffeemenge nicht einstellen kann. Oder aber habe ich relativ wenig Einfluss auf das Mahlgut bzw das Mahlwerk. Allerdings sind das die allseits bekannten „letzten 20%“, wenn nicht sogar weniger. Und wir alle kennen Vilfredo Pareto, und demnach sind die anderen 80% für den normalen Haushalt besonders in dem Fall mehr als ausreichend!

Die Maschine ist kein Vollautomat. Zum Glück. D.h. man muss schon ein klein wenig tun. Aber das hält sich extrem im Rahmen und beschränkt sich auf: Siebträger links einspannen, dann nach rechts, ein Milchkännchen unter die Dampfdüse stellen, und ein paar Mal klicken.

schritte mit der oracle touch

Das Verhältnis dieser Schritte im Vergleich zum Ergebnis in der Tasse ist es mehr als Wert.

Dinge wie die PID Steuerung für die Temperatur, oder der automatische Milchaufschäumer sind einfach der Wahnsinn, und das alleine lässt mich wirklich hart überlegen, ob die Maschine einen festen Platz bei mir zu Hause bekommt.

Denn auch ich möchte einfach mal nur so einen leckeren Kaffee trinken, ohne meine Küche in ein Kaffee-Labor zu verwandeln 🙂

Wo kaufe ich die Sage Oracle Touch?

Fast hätte ich gesagt, überall da wo es Kaffeemaschinen gibt … Wenn ihr stark seid, und die Maschine durch die Einkaufsstraße schleppen wollt holt sie im Einzelhandel. Wer eher bequem unterwegs ist, bestellt online 🙂

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  • 2,5L abnehmbarer Wassertank mit Griff
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Die technischen Daten.

Für alle die, die es wissen wollen.

Lieferumfang:

LieferumfangKnock Box
58mm Siebträger inkl. Single- und Doubleshot Siebe
480ml Edelstahl Milchkännchen
Reinigungsmittel
Teststreifen für die Wasserhärte
Wasserfilter und -Halter
Tank2,4 Liter
Bohnen280g
Materialiengebürsteter Edelstahl, Edelstahl Dual Boiler
Leistung2400W

Letzte Aktualisierung am 16.01.2019 / *Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

5 Gedanken zu “Die Sage Oracle Touch – Kaffee in Baristaqualität für Jedermann

    1. Der Preis wird von Amazon automatisch geliefert, da habe ich leider keinen Einfluss drauf.
      In dem Fall kommt es nehme ich an daher, dass (es steht ja auch „ab“ davor) die verschiedenen Modelle von Sage als auswählbare Option im Produkt vorkommen, ähnlich den Größen bei einem Kleidungsstück.

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