Erste Hilfe, wenn der Espresso zu bitter schmeckt

Du hast alles so gemacht wie du es überall gelesen hast, auch in meinem Artikel über die Espresso Zubereitung? Aber dennoch schmeckt dein Espresso bitter oder zu intensiv?

Fehlersuche bei zu bitterem Espresso

Oftmals ist in der folgenden Liste schon die Lösung zum Problem zu finden. Geh einfach mal Punkt für Punkt durch, und schau ob du was optimieren kannst.

Grundsätzliche Tipps zur Espressozubereitung erhältst du im Artikel über Espresso aus der Siebträgermaschine

  • Zu feiner Mahlgrad
    Den Mahlgrad kannst du ganz einfach mit deiner Mühle anpassen. Ein zu feiner Mahlgrad sorgt für eine Überextraktion, und damit für ein bitteres Ergebnis.
  • Zu langsame Extraktion.
    Die Zeit in der die gewünschte Menge Kaffee in der Tasse ist solltest du noch einmal ins Auge fassen: Sie ist höchstwahrscheinlich zu lang, also versuch sie ein wenig anzupassen. Dies kann zum Beispiel mit dem Mahlgrad passieren (s. oben). Eine optimale Zeit sollte zum Start zwischen 25 und 35 Sekunden liegen, um dann von dort aus gezielt Anpassungen vornehmen zu können.
  • Nicht die richtige Bohne 
    Die Röstung der Bohnen könnte sehr dunkel sein. Hier ist es oft einfach nur Geschmacksache, und vielleicht ist sie für deinen Geschmack zu dunkel. Oder aber der Anteil an Robusta ist so hoch, dass du es als zu herb / zu bitter einstufst.
    Abhilfe schaffst du mit einem Kaffee der einen geringeren Robusta Anteil hat (oder eben 100% Arabica), oder du eine hellere Röstung kaufst.
  • Wassertemperatur zu hoch
    Die Temperatur sollte irgendwo zwischen 90 und 94°C liegen. Vergiss bei der Zubereitung nicht, die Brühgruppe vor dem Bezug zu flushen. Damit wird aufgestautes und zu heisses Wasser herausgespült, und die optimale Temperatur für den Espresso wieder hergestellt.
    Dazu kann man sagen, dass reine Arabica Kaffees oft die heißeren Temperaturen bevorzugen. Ebenso gilt: Je heller die Röstung, desto heißer braucht es das Wasser.
  • Brew Ratio nicht optimal
    Zu wenig Wasser / zu viel Kaffee. Beides ist denkbar, hier kann beides probiert werden
  • Wasserqualität nicht optimal für Espresso
    Zu weiches bzw. zu saures Wasser kann dafür sorgen, dass der Espresso säuerlich schmeckt. Sollte dies ein Grund sein, empfiehlt es sich einmal mit Mineralwasser zu probieren. Sehr gute Erfahrungen in der Kaffeeszene wurden mit Volvic gemacht. Alternativ kann man auch mit thirdwavewater Mineralkonzentrat eine optimale eigene Mineralisierung erzielen.
  • Zu hoher Brühdruck
    Der Brühdruck kann zu hoch sein (>10 bar). Hab ein Auge auf die Druckanzeige. Falls dies so ist, schau in der Fehlersuche der Maschinen-Bedienungsanleitung nach.
  • Fehler in der Bohne “sour bean” (defect). Manchmal schleichen sich defekte Kaffeebohnen in die Tüte ein. Die können dafür sorgen, dass die eine Tasse Espresso ungenießbar wird. Bei der nächsten Tasse könnte dein Espresso schon wieder viel besser schmecken.

Letzte Aktualisierung am 16.09.2019 / *Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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