Qbo Premium Coffee Beans ausgewählt von Tchibo

[WERBUNG – Entstanden in Kooperation mit Tchibo]

Die Großen spielen nun auch im echten Specialty Coffee Game mit. Endlich. Und zwar so, indem sie auf Coffee Festivals einen Stand haben und zeigen was sie gerade so treiben. In mitten der kleinen Röstereien.

Ich finde das stark und längst überfällig! Warum? Nun ja, weil das ein unfassbarer Multiplikator für das Thema Specialty Coffee ist.

So wird es ungleich einfacher, die Massen für die Sache zu begeistern und sie überhaupt erst einmal zu erreichen.

Sind wir ehrlich: Die „Kaffeeszene“ ist groß und klein zugleich. Aber wenn wir darüber reden wie sich Specialty Coffee in der Menge verbreitet, dann sind wir uns einig dass es noch immer Nische ist (wenngleich sie auch immer größer wird).

Nun kommt Tchibo daher und reiht sich in die Riege ein. In die Riege derer, die nicht nur als klassische „Mitarbeiter“ auftreten, sondern ihre Skills als echt gute Baristi auf dem Hamburg Coffee Festival raus hauen. Ich war dabei, ich habe es gesehen, ich fand es super!

Konkret: Qbo Premium Coffee Beans.
Abhängig von der Erntezeit erscheinen dreimal im Jahr jeweils vier Röstungen. Dieses Mal sind es Bohnen aus Kolumbien. Genauer gesagt von der Kooperative „Salgar“ (Cooperativa de Caficultores de Salgar).

Qbo Kolumbien – Die zweite von drei geplanten Editionen im Jahr 2019.

Nur auf den ersten Eindruck ist es „wieder mal ein Kaffee aus einem speziellen Land, der besonders hübsch anders verpackt ist.“

Aber schaut man aber genauer hin, erkennt man ziemlich schnell dass es sich hier um ein Produkt handelt, was man eher bei kleineren Röstereien erwarten würde.

Wie für Spezialitätenkaffee üblich wird er vor Ort handgepflückt, gewaschen und getrocknet, bevor er die Reise antritt.

Der erste Kaffee kam aus Peru, der aktuelle kommt aus Kolumbien. Die nächsten beiden Kaffees werden aus Mexiko kommen (Röstung für Juli geplant), und aus Kenia (Röstung für Oktober geplant).

Kritik!

Was mir leider fehlt, sind Angaben zur Varietät. Denn lediglich die Angaben „Röstkaffee“ und „Arabica“, das wäre vergleichbar mit „Weisswein“ auf einer Weinflasche. Jeder sieht dass Weisswein drin ist, aber was kommt geschmacklich auf mich zu? Hier gibt es einen Punkt Abzug!

Dass die Kaffeebohnen von der Kooperative „vor Ort gewaschen“ werden weist auf die Aufbereitung hin. Leider findet sich diese nicht auf der Packung wieder, sondern erst beim stöbern auf der Website. Nicht jeder forscht jedoch hinter seinem Kaffee her, daher auch hier: Schade!

Das Röstdatum kann man sich vom MHD ableiten, hier wird einfach ein Jahr zurück gerechnet. Dies könnte auch expliziter genannt werden, um den letzten Schliff auf dem Weg zur Spezialitäten-Kaffee-Szene zu gehen.

Und natürlich die Frische des Kaffees noch mal zu betonen!

Die Kooperative

Kooperativen sind Zusammenschlüsse von Kleinbauern, die alle gemeinsame Ziele verfolgen. Sie arbeiten zum Wohle aller Mitglieder. So werden z.B. bessere Arbeitsbedingungen geschaffen, oder auch höhere / bessere Preise für die verkauften Produkte der Farmer erzielt.

Oder: Sie können sich die Zertifizierung leisten. So wie hier z.B. das Fairtrade-Siegel, mit dessen Hilfe die Mitglieder der Kooperative auch finanziell und beratend unterstützt werden.

Die Kooperative „Salgar“ wurde vor über 50 Jahren gegründet, und von über 30 Farmern „betrieben“. Mit dem Gewinn aus dem Rohkaffee-Verkauf unterstützt die Kooperative die Familien ihrer Mitglieder. Von medizinischer Versorgung über Schulmaterialien bis zur Studienfinanzierung. So konnte beispielsweise 61 Jugendlichen bereits ein Studium ermöglicht werden!

Vier Kaffees aus einer Ernte

Der Kaffee kommt in verschiedenen Varianten daher: Als Filterkaffee und als Caffè Crema, jeweils in einer kräftigeren und einer milderen Variante.

Caffè Crema

Aufmerksame Leser meines Blogs werden jetzt sicher bei Caffè Crema denken: „Aha? Was ist denn jetzt los?“.

Die Antwort: Ich habe mir die Bohnen genommen und ganz einfach in einer Espressomaschine zubereitet, und den Kollegen im Büro die Bohnen in den Vollautomat geschüttet.

Das Feedback des Kaffees aus dem Vollautomaten war durchweg positiv! Ich gestehe, dass ich ganz persönlich und nur für mich sprechend, Vollautomaten mittlerweile einfach meide. Daher bin ich dankbar für meine Kollegen, die mir das Feedback gegeben haben.

Zur Zubereitung in der Siebträgermaschine kann ich allerdings meine Meinung abgeben. Alle Achtung! Wieder offen und ehrlich: Die „Tasse Kaffee aus der Siebträgermaschine“ ist zwar nicht mein Lieblingsgetränk, aber wenn man drauf steht geht das vollkommen in Ordnung! Test-Trinker haben mir das bestätigt. Nicht bitter, nicht sauer, sehr angenehm mit vollem Körper!

Die kräftige Röstung war mir eine Spur zu hart, was auch schon das Bohnenbild erkennen lässt. Hier werden Freunde des dunklen und starken Kaffees voll auf ihre Kosten kommen!

Mein Favorit: Die Zubereitung als Cappuccino oder Flat White. Zusammen mit Milch kommen hier volle Schoko-Noten zur Geltung.

Meine Empfehlung: Die milde Variante als Milchgetränk!

Filter

Der Klassiker, und jeden Morgen mein Ritual. Eine Tasse Filterkaffee.
Kurzerhand habe ich die sowieso wechselnden Bohnen durch den Qbo Kaffee ersetzt.
Vorweg: Mein Favorit ist auch hier eher die milde Variante. Wirklich leicht, mit fruchtigen Noten. Das hätte ich ehrlich gesagt so nicht erwartet!

Wer es kräftiger mag, der ist auch hier mit den entsprechend benannten Bohnen definitiv gut bedient.

Ich habe ihn mit dem klassischen Handfilter zubereitet, mit dem von der SCA (Specialty Coffee Association) vorgeschlagenen Verhältnis von 60g Kaffee auf 1 Liter (1000g) Wasser.

Für alle Anfänger die die ersten Schritte in Richtung „guter Kaffee“ unterwegs sind findet sich im Sortiment von Tchibo zahlreiches Zubehör. So habe ich zum Beispiel den Wasserkocher mit einstellbarer Temperatur oder die schöne Glaskanne genutzt. Sehr zu empfehlen, ein echt schickes klares Design!

Ich habe den Filterkaffee sogar einem Cupping unterzogen (professionelle Kaffee-Verkostung) und ich war wirklich super positiv beeindruckt! Hut ab!

FAZIT

Tchibo hat es vollbracht, und wie ganz zu Beginn gesagt: Sie spielen jetzt mit. Ich bin super gespannt auf die noch kommenden Röstungen, aber das hier hat schon mal Interesse geweckt.
Ich werde diese Bohnen zeitnah einigen Kaffee-Freunden zum probieren geben und bin auch auf deren Feedback gespannt!

Die geplanten drei Ursprungswechsel pro Jahr bringen Frische und Abwechslung mit. Dazu werden die Massen für Spezialitätenkaffee sensibilisiert, was mir persönlich der aller aller wichtigste Punkt an der ganzen Sache ist.

Mehr Infos zum Kaffee und dem dahinter steckenden Projekt gibt es auf der Tchibo Website

Wer den Kaffee kaufen möchte kann das im Tchibo Onlineshop tun!

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