Echter Espresso vom Herd: Mit dem Bacchi Espresso Kocher

Einen echten Espresso ohne Siebträgermaschine – Der erste Gedanke in vielen Haushalten ist da die Bialetti Herdkanne, und nicht der Bacchi Espresso Kocher.

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Nun ja, dass man ihr keinen wirklichen Espresso entlocken kann sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Es ist vielmehr ein espressoähnliches Getränk, was bei korrekter Zubereitung auch durchaus sehr lecker ist!

Ach ja, und nur der Vollständigkeit halber: Sämtliche Kapsel- oder Pad-Lösungen bleiben hier aussen vor. Allein aus Prinzip.

Bacchi Espresso Kocher für echten Espresso vom Herd

Was kann der Bacchi?

Und was bedeutet das eigentlich? Bacchi ist einfach der Name des Konstrukteurs Andrea Bacchi. Er und vier andere wollten unbedingt, dass man auch zu Hause einen Espresso wie in der lieblings Espressobar trinken kann. Und so haben sie angefangen zu tüfteln.

Ich werde euch hier vermitteln was ich von dem einzigen Gerät halte mit dem man auf dem Herd echten Espresso kochen kann und das aller wichtigste: Wie der Espresso schmeckt!

Der erste Eindruck ist imposant, denn das Ding ist schwer, und recht massiv gebaut. Der Kocher kommt in einer Aludose daher – hat was.

9 Bar

Überhall hört man diese Zahl. In meiner Heimatstadt (und sicher nicht nur dort) gibt es sogar einen Gastronomischen Betrieb der sich 9bar nennt. Eben mit Bezug auf den optimalen Druck bei der Espresso Zubereitung.

Auch der Bacchi Espresso wirbt damit. Allerdings auch ein bisschen zu Recht, denn für einen Kaffeekocher der auf den Herd kommt ist das schon etwas ganz besonderes wie ich finde.

Eine ausgeklügelte Technik mit Zylinder, Koblen und Ventilen macht’s möglich!

Neben dem Druck dienten Bacchi noch andere Werte, um den Prozess für den perfekten Espresso zu erzielen. Denkt dran: Wir befinden uns in Italien!

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Die Technik des Bacchi Espresso

Das Wasser wird nicht zum kochen gebracht – Eins der wie ich finde wichtigsten Dinge beim Bacchi Espresso! Warum? Weil es mit 85-90°C (laut Hersteller) perfekt geeignet ist um Espresso zu kochen. Okay, vielleicht nicht unbedingt die hellste Röstung aus der Hauptstadt, aber wie schon erwähnt: Wir befinden uns in Italien 🙂

Der Brühvorgang läuft technisch so ab:

Direkt unten, dort wo die Hitze den Bacchia trifft, befindet sich eine kleine Menge Wasser, ca 0,5cm tief über die gesamte Fläche verteilt. Das Wasser fängt an zu kochen, und dehnt sich natürlich aus.

Bacchi Espresso Kocher mit der richtigen Brühtemperatur

Durch den Druck wird ein Kolben hoch gepresst, über dem sich das Wasser befindet, was zum brühen genutzt wird. So wird das Wasser vom Kolben durch den Kaffee gepresst – Aber erst nachdem der Hahn geöffnet wurde.

Das passiert, sobald eines der Ventile anfängt zu pfeifen – und somit den Zeitpunkt alarmiert, an dem die gewünschten 9 bar Druck aufgebaut sind.

Das bedeutet also, dass das Wasser ganz klassisch wie bei einem Siebträger nur eine gewisse Zeit (und dann noch unter Druck) durch den Kaffee läuft!

Justieren kann man hier wie auch „in echt“ mit dem Mahlgrad. Wenn dieser stimmt, und der Hahn nicht zu weit aufgedreht wird, schafft es der Bacchi tatsächlich einen Espresso in die Tasse zu bringen wie man ihn kennt.

Klingt einfach?

In der Theorie ja. Auch die Zubereitung ist tatsächlich kein Hexenwerk, allerdings mit Ansage nichts für mal eben zwischendurch!

Der Konstrukteur jedoch hatte zu kämpfen bis alles reibungslos miteinander funktioniert hat. Insgesamt drei Ventile hat der Espressokocher: Ein klassisches Überdruckventil, damit das Ding nicht doch irgendwann in die Luft fliegt (hat nicht jeder von uns diese eine Oma, die den Schnellkochtopf in die Luft gehen hat lassen?). Dann das Ventil was die 9 bar Anzeigt, und zu guter Letzt noch ein Ventil damit kein Vakuum entsteht und das Gerät zu einem Einwegartikel macht.

So geht Kaffee mit dem Bacchi Espresso!

Echte Crema aus dem Bacchi Espresso Kocher

Vorweg gesagt: Wie auch bei jeder anderen Maschine ist auch hier reichlich Exerimentierfreudigkeit vorhanden. Man kann am Mahlgrad drehen, man kann die Wassermenge verändern, den Kaffeehahn früher oder später öffnen … Und so weiter und so fort.

Zu erst wird der Espresso kocher auseinander genommen. In die unter kleine Kammer kommt ein wenig Wasser hinein, bis kurz unter den Rand.

Der eigentliche Wasserboiler wird bis oben hin mit Wasser gefüllt und auf das untere Wasser gesetzt.

Ins Sieb kommt das gemahlene Espressomehl. Wichtig: Ohne anzudrücken wirdes in die Halterung gesetzt, bevor die beiden Hähne oben drauf gesetzt werden.

All das wird nun mit der Schraube von oben zusammen gedrückt damit auch alles dicht ist und schon kann es ab auf die Hitze.

(Nein, leider klappt es nicht auf dem Induktionsherd)

Nach ein paar Minuten macht sich das angekündigte Pfeifen/Zischen laut, und wir wissen: Espresso marsch!

Es träufelt nun langsam aber sicher aus beiden Hähnen ein wirklich leckerer Espresso in die Tasse!

Fazit

Der Bacchi Espresso hat mich überrascht! Beim zusammenbauen und während er sich aufgeheizt hat hatte ich tatsächlich ein paar Gedanken an den explodierten Schnellkochtopf von meiner Oma, aber alles ist heil geblieben und hat funktioniert wie es sollte.

Zugegeben, das Ding ist kein Schnäppchen. Und um Espresso zu zubereiten kriege ich für eine ähnliche Summe auch locker eine Espressomaschine die nicht unter die Kategorie „Spielzeug“ fällt.

Daher mein Fazit: Lustige Luxus-Spielerei, die aber tatsächlich super gut funktioniert!

Interessant wäre es, mal andere alternativen zu testen mit denen man echten Espresso zubereiten kann. Leider funktionieren die alle nur durch zufügen von heissem Wasser… 

Wer hat eine andere Alternative ausprobiert und kann berichten?

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